Ein „schräger Roman über echte Männer und solche, die es unbedingt werden müssen“.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Kurzbeschreibung
Alarmstufe rot! 18 echte Kerle und eine Kommandantin!
Die Feuerwehr - ein letzter Hort echter Männlichkeit und natürlichen Machotums: Dort haben Frauen nichts zu suchen, es sei denn, MANN kann sie vor einem Kabelbrand retten und sie im Negligé aus dem Fenster heben. Was aber, wenn einer strammen Feuerwehrbrigade in einem Pariser Vorort eine weibliche Kommandantin vor die Nase gesetzt wird?
Feuerwehrmänner bei der Arbeit: Mal kippt ein Viehtransporter um und spuckt ein paar Kühe auf die Autobahn, mal belästigt eine Python eine Frau und frisst deren Hund, mal taucht in der U-Bahn ein blutiger Fuss auf und ein Stöhnen führt zum Besitzer ... nicht gerade angenehm, was ein Feuerwehrmann so alles erlebt, und der Grosse (= Ich-Person) vergisst manchmal zu atmen.
Der Grosse, Malavoie, Alex, Enzian usw. sind dicke Freunde, aber dann wird plötzlich der alte Kommandant durch eine Komandantin ersetzt, und die Freundschaft leidet darunter. -- Eine Frau als Chefin? Für echte Männer ist dieser Zustand inakzeptabel (sagt Malavoie), und wer nicht dieser Meinung ist, ist ein Weich-Ei, einer vom anderen Ufer ... Um Malavoie davon zu überzeugen, dass die Grenzen zwischen Mann und Frau nicht immer klar gezogen sind, verbringen die ehemaligen Freunde einen lustigen Abend mit Kai und Ken (= zwei hübsche Transvestiten). Anfangs läuft alles gut, aber irgendwann gleitet die Situation aus dem Ruder. Ohrfeigen, Nasenbluten sind die Folge ...
Die Kommandantin ist ein unglaublich guter Feuerwehrmann (das sehen die Männer bald ein), und kaum wird sie von ihren Leuten akzeptiert, ist die letzte Seite dieses Buches auch schon gelesen. -- Roubaudi versteht es, den Leser zu erheitern, zu fesseln und zu überraschen. Viele Beschreibungen sind herrlich (z.B. Kühe, U-Bahn, Schwelbrand, Ken und Kai, Python, Flötengesicht im Tanzlokal), der Humor knochentrocken (und deshalb so erfrischend). -- Aber: Das Buch hört zu abrupt auf, der Schluss ist unglaubwürdig, er schwächelt stark. Roubaudi war wohl plötzlich in Eile (schade, ein besserer Schluss hätte dieses Buch zu einer Perle gemacht).
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Ludovic Roubadi ist 1963 geboren und hat in seinem Leben schon viele Beschäftigungen gehabt. Zunächst arbeitete er nach seinem Abitur beim Zirkus. Über diese Zeit hat er mit seinem Romanerstling "Der Hund von Balard" einen wunderbaren literarischen Bericht gegeben, der alle, die dieses schöne Buch gelesen haben, sehr berührt und mitten ins Herz getroffen hat.
Nun hat er auch seine zweite berufliche Station literarisch aufgearbeitet. Da in Frankreich die Berufsfeuerwehren dem Militär unterstellt und entsprechend aufgebaut sind, können junge Männer ihren Wehrdienst auch dort ableisten. Roubadi hat das bei der Feuerwehr in Paris Saint Germain getan und wiederum ein höchst unterhaltsames kleines Buch vorgelegt.
Es wäre ungerecht, es mit dem "Hund von Balard" vergleichen zu wollen, aber die Geschichte ist unterhaltsam und anspruchsvoll und bietet darüber hinaus eine Fülle von interessanten Informationen über die Arbeit von Berufsfeuerwehren.
Der Ich-Erzähler ( Roubadi), von seinen Kollegen "der Große" genannt, berichtet vom Alltag einer eingeschworenen Männertruppe und vor allen Dingen vom permanenten Wettbewerb der Fahrer der Löschzüge. Jeder will der Beste sein, und so gerät mancher Löscheinsatz zum Wettrennen durch die verschlungenen Straßen von Saint Germain oder auch der Nachbarbezirke.
Als im Rahmen eines besonderes Programms eine Frau ihr neuer Hauptmann wird, geraten die Männer aus dem Häuschen. Besonders der Erz-Macho Malavoie ist mit dieser Personalentscheidung überhaupt nicht einverstanden. Obwohl die neue Chefin namens Metrono hochkompetent ist, gelingt es ihr nicht, von den Männer akzeptiert zu werden.
Diese Passagen, wo die Männer untereinander ringen um eine gemeinsame, solidarische Haltung zu der "Feuerwehrfrau" sind köstlich zu lesen, und man kommt aus dem Lachen nicht heraus. Ganz am Ende, ein gefährlicher Einsatz konnte durch die entschlossene Führung der Chefin erfolgreich abgeschlossen werden, da scheint es zu einem Friedensschluß zu kommen zwischen den Männern und ihr, zumal auch Malavoie seine persönlichen Dinge ( seine Frau hat ihn schändlich verlassen) von den beruflichen zu trennen gelernt hat.
Aber da ist es leider schon zu spät ...
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Wer Lust hat, mal was Schräges, Lustiges zu lesen, dem kann man das neue Buch von Ludovic Roubaudi nur ans Herz legen. Spielt im Feuerwehrmilieu, aber eigentlich geht es nur um das Eine...
"Die Feuerwehrfrau" räumt mit vielen Klischees auf - und bestätigt ebenso viele. Die Story, die mitten im Pariser Viertel St. Germain in der dortigen Feuerwehrkaserne spielt, ist aus dem wahren Leben gegriffen. Und die Männer, um die es geht, sind hartgesotten und sensibel, todesmutig und herzensgut, männlich-rauh und schüchtern zugleich. Eben echte Feuerwehrmänner. Als der Truppe eines Tages eine Frau als Chefin vor die Nase gesetzt wird, brennen bei einem von ihnen die Sicherungen durch. Weil das bei der Feuerwehr gefährlich sein kann, gilt es für die Kollegen, den Macho schnellstmöglich zu kurieren... Die perfekte kleine Sommerlektüre und zugleich ein völlig unverkrampfter Beitrag zum Thema Kampf der Geschlechter.
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